Pascuali-Aktionen

Yak

Der Yak ist die einzige Rinderart, die über ein mehrschichtiges und besonders dichtes Haarkleid verfügt.

Unterschieden werden das feste, lange Deckhaar, die gröbere Wolle und das feine und spinnfähige Unterhaar, das auch als Feinwolle oder Flaum bezeichnet wird. Pro Jahr und Yak können zwischen 0,3 und 3 Kilogramm Grobwolle sowie 0,4 bis 0,6 Kilogramm Feinwolle gewonnen werden.

Nach dem Winter wird den Yaks diese feine Unterwolle sorgfältig ausgekämmt, um die Faser einzusammeln. Dabei wird nur das Fell am Bauch und am unteren Teil des Tiers gekämmt, Hals, Rücken und der gesamte obere Teil werden nicht berücksichtigt. Nur das Yak-Unterhaar kann für unsere feine und weiche Garnqualität verwendet werden.

Der erste Schritt danach ist das Sortieren, gröbere Haare werden entfernt und das Material wird nach Farbe und Feinheit geordnet. Danach wird die Faser nach Farben klassifiziert, es gibt etwa 60% dunkelbraune, 30% hellbraune und nur 10% weiße Haare. Die raren weißen gelten als besonders wertvoll, da sie sich leicht färben lassen.

Nach dem Waschen muss dann noch das feine und weiche Unterhaar vom rauen Oberhaar getrennt werden. Um eine sehr gute Qualität zu erreichen, durchlaufen die Fasern diese Prozedur mehrmals. Die gewonnene Faser hat bei erwachsenen Tieren eine Länge von etwa 34-36 mm und eine Feinheit von etwa 18,5 Mikron. Die feinste Royal Alpaka Faser hat im Vergleich dazu eine Feinheit von 19,5 Mikron. Somit sind unsere Yak-Garne sogar noch etwas feiner als Alpakagarne. Bei Tieren in den ersten beiden Lebensjahren kann die Feinheit sogar zwischen 16 und 17 Mikron liegen und wird dann als Super Yak oder Baby Yak bezeichnet. Pro Yak, von dem ca. 500 Gramm Rohfaser pro Jahr stammen, werden ca. 200 Gramm feiner Fasern gewonnen. Daher und weil sich die kleinen Farmen besondere Mühe mit ihren Tieren geben, die ihnen ihren Lebensunterhalt sichern, ist der sicherlich nicht ganz günstige Preis dieses Garns durchaus gerechtfertigt.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Yakwolle

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