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Moschusochsen

Der Moschusochse gehört zur Verwandtschaftsgruppe der Ziegenartigen und ist eine streng geschützte Tierart, heute aber keine gefährdete Tierart mehr. Die bis zu 1,50 m hohen männlichen und bis zu 1,30 m hohen weiblichen Tiere bewohnen die arktischen Tundren und sind heute ursprünglich nur noch in Grönland, Kanada und Alaska zu finden. Kleinere Herden leben mittlerweile auch in Norwegen und Schweden. Moschusochsen bevorzugen als Lebensraum niederschlagsarme Tundren. Sie können kalte Temperaturen gut ertragen, sind aber empfindlich gegen anhaltende Feuchtigkeit.

Das lange dichte Fell der Moschusochsen ist aus mehreren unterschiedlichen Haararten zusammengesetzt und reicht fast bis zu den Hufen hinunter. Durch das sehr dichte Winterfell erscheinen die Tiere massig. Gegen Ende des Winters ist dieses Haar ausgeblichen und die Fellfarbe überwiegend gelbbraun statt dunkel- bis schwarzbraun. Am Sattel und an den Füßen kommen auch hellbeige bis gelbbraune Haarfarben vor. Einige Tiere haben helle Haare auch im Gesicht. Ältere Tiere sind grundsätzlich etwas heller.

Direkt auf der Haut liegt ein dichtes, 5 cm langes Unterfell aus feiner Wolle. Es bedeckt fast das ganze Tier. Der Haarwechsel findet von Mai bis Juli statt. Darüber liegt eine Schicht grober Schutz- oder Grannenhaare, die wesentlich länger sind, etwa 45 bis 52 cm.

Wenn die Moschusochsen ihre Unterwolle verlieren und weil dieser Wechsel nicht gleichzeitig mit den Grannenhaaren erfolgt, bleiben die feinen Wollhaare an den Grannen haften und die Tiere wirken eine Weile sehr zottelig.

Die Unterwolle der Moschusochsen zählt zu den feinsten natürlichen Fasern. Bezogen auf ihr Gewicht ist sie achtmal wärmer als Schafswolle und so weich wie die Unterwolle der Kaschmirziegen. In Alaska hat man deshalb Versuche unternommen, Moschusochsen als Wolllieferanten zu domestizieren. Aus dem Fell der halbzahmen Tiere wird dabei die Unterwolle von Hand herausgekämmt. Ein domestizierter Moschusochse liefert durchschnittlich 2,5 kg Wolle im Jahr. Die Wolle ist auch unter Bezeichnung Qiviut bekannt.

Quellen:

http://www.zoodirektoren.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=240:moschusochse-ovibos-moschatus

http://www.planet-wissen.de/kultur/nordeuropa/natur_in_skandinavien/pwiemoschusochsen100.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Moschusochse

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