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Yakwolle: Drei großartige Qualitäten im Pascuali-Sortiment

Pascuali bietet drei großartige Qualitäten von Yakwolle an: Bayak (mit einem Viskose-Anteil), Yak Lace und Yak Mongolia. Heute beschäftigen wir uns im Blog mit dem Lieferanten dieses wunderbar weichen und luxuriösen Naturgarns: dem Yak und natürlich seiner Wolle!

Bevor wir uns mit der Yakwolle beschäftigen, geht es erst einmal um das Tier. Der Yak ist wirklich interessant und ein Wolllieferant der Extraklasse. Er ist in Zentralasien weit verbreitet und eine von fünf Rinderarten, die domestiziert worden sind. Wegen seiner Anpassung an die extremen klimatischen Bedingungen seines Lebensraumes stellt der Yak schon immer die Lebensgrundlage eines großen Teils der dort lebenden Menschen dar.

Yaks sind sehr leicht an ihrem typischen Höcker und dem langbehaarten Schwanz zu erkennen. Für den Gewinn von Yakwolle ist wichtig, dass der Yak die einzige Rinderart ist, die über ein mehrschichtiges Haarkleid verfügt. Es werden ein festeres Deck- oder Langhaar, eine gröbere Wolle und ein feines, spinnfähiges Unterhaar oder Feinwolle unterschieden. Dichte Unterwolle zeichnet ihr Haarkleid aus, die langen Grobhaare am Bauch reichen oft bis zum Boden.

Unterschiedliche Theorien legen den Zeitpunkt der Domestikation des Yaks auf die Zeit zwischen 5000 v. Chr. und 1000 v. Chr. fest. Die Tiere waren schon damals ein Lieferant für Fleisch, Milch und ihre Yakwolle, auch für Leder und wurden als Last- und Reittier genutzt. Yaks können in Ausnahmefällen ein Lebensalter von über 20 Jahren erreichen. Sie sind sehr bewegungsfreudig und sind soziale Tiere, die während des Weidens eng zusammenbleiben. Sie vertragen ohne weiteres Umgebungstemperaturen von -30°C bis -40°C und auch der geringe Sauerstoffgehalt der Luft in den Höhenlagen stellt für sie kein Problem dar.

Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN gibt es heute weniger als 10.000 Wildyaks weltweit. Um die verbliebenen Bestände zu schützen, bezieht der WWF die lokale Bevölkerung mit in ihre Schutzmaßnahmen ein. Der WWF leistet vor allem in Tibet, Nepal und Indien seit 1998 Umweltbildung, unterstützt Antiwilderer-Maßnahmen und betreibt Forschungsarbeit.

Bei Pascuali geht es natürlich um die Yakwolle! Wie schon beschrieben, ist der Yak die einzige Rinderart, die über ein mehrschichtiges und besonders dichtes Haarkleid verfügt. Unterschieden werden das feste, lange Deckhaar, die gröbere Wolle und ein feines und spinnfähiges Unterhaar, das auch als Feinwolle oder Flaum bezeichnet wird. Pro Jahr und Yak können zwischen 0,3 und 3 Kilogramm Grobwolle sowie 0,4 bis 0,6 Kilogramm Feinwolle gewonnen werden.

Nach dem Winter wird den Yaks die feine Unterwolle ausgekämmt und zu Garn für Kleidungsstücke versponnen. Dieses „auskämmen“, wie man es vielfach lesen kann, bedarf allerdings einer Erläuterung bzw. Korrektur.

Pascuali ist seit Jahren das erste Unternehmen, das 100% Yakwolle ohne Beimischung anbietet. Beim Thema Yakwolle sollte klar sein, dass man einem so mächtigen Tier wie einem Yak schwerlich die Wolle auskämmen kann. Das könnte nur bei einer starken Fixierung des Tiers gelingen, was über die Dauer der Kämm-Prozedur hin nicht eben tiergerecht und tierfreundlich wäre. Richtig ist, dass nach dem (schneller möglichen) Scheren, die Yakwolle industriell gekämmt wird. Das geschieht bei Pascuali-Yakwolle 11mal!

Der erste Schritt ist zunächst das Sortieren, wobei gröbere Haare entfernt werden und das Material nach Farbe und Feinheit geordnet wird. Danach wird die Faser nach Farben klassifiziert, es gibt etwa 60% dunkelbraune, 30% hellbraune und nur 10% weiße Haare. Nach dem Waschen muss dann noch das feine und weiche Unterhaar vom rauen Oberhaar getrennt werden. Die gewonnene Faser hat bei erwachsenen Tieren eine Länge von etwa 32-34 mm und eine Feinheit von 17 bis 18,5 Mikron, bei Tieren in den ersten beiden Lebensjahren kann die Feinheit zwischen 16 und 17 Mikron liegen und die Faser wird als Super Yak oder Baby Yak bezeichnet.

Je öfter die Wolle gekämmt wird, desto besser ist die Qualität der Unterbauchwolle. Beim 11maligen Kämmen von Pascuali-Yakwolle erhält man also ein äußerst wertvolles Woll-Naturprodukt, bei dem das Tier nicht leidet, Tierschutz und ökologische Faktoren gewährleistet sind.

Bayak
Yak Lace
Yak Mongolia

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Yak