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Frauke Strickwetter: Von der Mathematikerin zur Strickdesignerin.

Wir möchten heute wieder einmal eine Strickerin vorstellen, die für das Unternehmen Pascuali designed und strickt. Heute ist das Frauke von „Strickwetter“. Wir freuen uns sehr, dass sie uns einen kleinen Einblick in ihr (Strick)-Leben gibt, in dem es nicht gerade langweilig zugehen muss. Sie hat auch eine sehr schöne Webseite: https://www.strickwetter.com/ Schauen Sie selbst, was Frauke über sich zu berichten hat! Und das ist sehr lesenswert!

Ich komme aus dem schönen Hamburg und führe aktuell eine Art Tripel-Leben: Berufstätigkeit, Mutter von 3 Kindern und seit einiger Zeit auch noch das Strickdesign. Mit meinem Markennamen „Strickwetter“ verbinde ich das typisch norddeutsche stürmische Herbstwetter, bei dem der Gedanke an eine gemütliche Strickzeit vor dem Kamin, mit einem heißen Tee o.ä. so verlockend ist. Aber natürlich bringt Stricken auch zu jeder anderen Jahreszeit Spaß!

In meinem ersten Leben bin ich Mathematikerin. Am Entwerfen von Designs und dem Schreiben der Anleitungen reizt mich ganz besonders die Verbindung von Kreativität mit Zahlen und Mustern. Bei meinen Anleitungen für meine Strickwetter-Designs ist es mir deshalb sehr wichtig, diese gut zu strukturieren, klar und verständlich zu schreiben, so dass es leichtfällt, die Anleitungen nachzuarbeiten.

Gestrickt habe ich schon als Kind und Jugendliche in den 80er Jahren, gelernt habe ich es ganz klassisch von meiner Mutter. Damals kaufte man Wolle ja noch im Laden vor Ort bzw. aus dem Katalog. Anleitungen gab es wenige, oft haben wir einfach nach Erfahrungswerten gestrickt. Nach einer langen Strickpause, die mit anderen Dingen (Studium, Beruf, Familiengründung) gefüllt war, habe ich erst vor fünf bis sechs Jahren wieder angefangen zu stricken, mittlerweile als Frauke Strickwetter.

 Als ich dann das Internet fürs Stricken entdeckte, war das wie eine Offenbarung für mich. So viele Ideen, Anregungen, neue Techniken! Anfangs traute ich mich nur an deutsche Anleitungen, aber nach und nach folgten die englischen, wodurch sich die Auswahl vervielfachte. Ganz besonders liebe ich es, neue Techniken zu entdecken und zu erlernen und diese dann in eigene Designs umzusetzen.

Beim Entwerfen von Strickwetter-Designs lege ich viel Wert auf die kleinen Details wie Abschlusskanten und Übergänge - ohne dabei die „Alltagstauglichkeit“ aus den Augen zu verlieren. Ein Schal z. B. sollte sich zwanglos in die Garderobe des jeweiligen Strickers einfügen können.

Selbstgestrickte Mode ist aber immer auch eine Art Luxus. Wer strickt, gibt viel Zeit und Liebe in sein Strickstück. Deshalb lohnt es sich, bei der Wolle auf wirklich gute Qualität zu achten. So kann man schon den Strickprozess genießen, weil die Wolle so weich, die Farben so schön sind. Insofern ist es mir eine besondere Freude, für die Pascuali-Garne zu entwerfen! Und das nächste Strickwetter-Design ist auch schon in Planung: ein Tuch aus der Cairo 300.

Mein Kopf ist voll von Design-Ideen und ich freue mich schon darauf, diese irgendwann umzusetzen…  man bräuchte nur mehr Zeit …


Frauke Strickwetter